Reisebüro Hüller

Reiseberichte

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Amsterdam - Das "Venedig des Nordens"

Vom Süden Deutschlands aus kommt man am besten mit dem Flugzeug oder mit der Bahn nach Amsterdam. Der Flug von München dauert ca. 1,5 Stunden. Mit dem Zug geht die Fahrt über Frankfurt in ca. 7-8 Stunden, mit dem Nachtzug ist man ohne Umstieg in 10 Stunden am Ziel.

Vom Flughafen aus fährt man ca. 20 Minuten mit dem Zug zum Hauptbahnhof. In der Stadt selbst kann man die meisten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel (Straßenbahn, Bus) bevorzugt, kauft sich am besten die Amsterdam Card. Diese gewährt für 48 oder 72 Stunden (52/62 Euro) freie Fahrt und kostenlosen bzw. ermäßigten Eintritt in diverse Museen und Sehenswürdigkeiten.

Zum Übernachten empfehle ich das Mövenpick Amsterdam 4,5*. Direkt gegenüber vom Hotel ist eine Bushaltestelle und zum Hauptbahnhof braucht man ca. 8 Minuten zu Fuß.

 

Mittelalterliche Stadt

"De Wallen"

Amsterdams Rotlichtviertel bringt viele zum Staunen, denn so wie in dieser Stadt ist es nirgendwo sonst. Wenn sich einem die leicht bekleideten Prostituierten aus den bodentiefen Fenstern entgegenräkeln, ist es für den Einen oder Anderen etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dieses Viertel komplett zu meiden, wäre falsch! Es würde bedeuten, dass man einen sehr wichtigen Teil der Stadt einfach auslässt. Viele Touristen sorgen mitunter dafür, dass man sich relativ sicher fühlen kann. Man ist gewiss nicht allein unterwegs!

Restaurant-Tipps

Direkt im Rotlichtviertel ist das indische Restaurant "Kamasutra" zu finden. Man muss genau hinsehen, damit man es in dem Meer aus Coffee Shops und Souvenirläden entdeckt. Aber das Essen dort schmeckt lecker und ist zu moderaten Preisen zu haben (täglich 14:00-23:30 Uhr, Fr + Sa bis 01:00 Uhr geöffnet).

Ein sehr empfehlenswertes indonesisches Lokal ist das "Kantjil & Tijger". Es bietet mit die beste indonesische Küche Amsterdams und die Speisekarte ist mehrsprachig. Es liegt in einem eher ruhigeren Wohnviertel und man muss ein Stück zu Fuß hin laufen, aber es lohnt sich! Dort gibt es auch den - für mich weltbesten - Pfefferminztee (mit echter Minze!), in den man unbedingt den dazu gereichten Honig geben sollte (täglich 12:00-23:00 Uhr geöffnet).

 

Westlicher Grachtengürtel

Machen Sie doch eine Grachtenrundfahrt mit einem der vielen Sightseeing-Boote. Am schönsten ist es in den Abendstunden, wenn alle Häuser entlang der Kanäle und auch einige Brücken, unter denen man hindurch fährt, beleuchtet sind. Natürlich kommt man auch an vielen Hausbooten vorbei, von denen keines dem anderen gleicht. Manche sind sehr aufwendig gestaltet und man kann durch die Fenster eine sehr luxuriöse Einrichtung erkennen.

Wenn Sie auch einmal wissen wollen, wie es sich auf einem Hausboot lebt, besuchen Sie das Hausbootmuseum. Es ist zwar in einem etwas älteren Exemplar eines Hausbootes untergebracht, aber man bekommt doch Einblicke in die engen Wohnverhältnisse unter Deck (März-Oktober Di-So 11:00-17:00 Uhr geöffnet, freier Eintritt mit der Amsterdam Card!).

Anna Frank Huis

In der Prinsengracht 263 (Eingang Nr. 267), einer der schönsten Wasserstraßen Amsterdams, steht ein mittlerweile fast 400-jähriges Kaufmannshaus, hinter dessen Mauern sich das tragische Leben eines jüdischen Mädchens abgespielt hat, an das man sich heute noch erinnert - das Leben der jungen Anne Frank. In dem Haus lebte die Familie Frank seit der Zeit der Judenverfolgung in Deutschland, als sie von Frankfurt nach Amsterdam gezogen ist. Ab 1942 hat sich die Familie vor den Nazis im Hinterhaus versteckt gehalten, bis sie zwei Jahre später entdeckt und ins Konzentrationslager gebracht wurden. Im Haus gibt es eine sehr aufschlussreiche Dokumentation über das Leben der Familie, die u.a. auch vor den Gefahren des Rassismus warnen soll. Man sollte sich für einen Besuch viel Zeit lassen, um alle Eindrücke aufnehmen und verdauen zu können (März-September täglich 09:00-21:00 Uhr, Sa bis 22:00 Uhr, Juli + August täglich bis 22:00 Uhr geöffnet).

Restaurant-Tipp

In der Prinsengracht 191 gibt es im Erdgeschoss eines alten Grachtenhauses "The Pancake Bakery". Dort werden mehr als 75 verschiedene Pfannkuchen und Omeletts angeboten. Die Füllungen sind von herzhaft über süß bis pikant in allen Geschmacksrichtungen zu haben. Gegründet wurde dieses Restaurant 1973 als kleine Pfannkuchen-Bäckerei. 1980 hat der Eigentümer (der es auch heute immer noch ist) das Konzept so verändert, wie man es heute vorfindet und durch welches die Pancake Bakery ihre Berühmtheit erlangt hat. Charakteristisch sind die offene Küche, die "internationalen" Pfannkuchen und die Sirup-Flaschen auf jedem Tisch, damit sich die Gäste ihre Pfannkuchen selbst verfeinern können (täglich 12:00-21:30 Uhr geöffnet).

 

Östlicher Grachtengürtel

Heineken Experience

Das Innere der ehemaligen Brauerei der Marke Heineken wurde komplett entkernt, sodass eine beliebte Touristenattraktion entstehen konnte - die Heineken Experience. Es wird in einem innen sehr modern gestalteten Gebäude sowohl die Geschichte der Marke, als auch die Werbung von früher und heute gezeigt. Außerdem kann man einen historischen Brauereiraum besichtigen. Zwischendurch sind immer wieder interaktive Stationen eingebaut, bei denen die Besucher aller hautnah mitverfolgen können. Der Höhepunkt ist das "Brew U", wo Sie den Bauprozess aus Sicht einer Flasche 4D-mäßig kennen lernen können. Das macht wirklich Spaß! Im Eintrittspreis ist auch ein Glas Heineken Bier enthalten, das Sie sich am Ende Ihres Besuches schmecken lassen können (Mo-Do 11:00-19:30 Uhr, Fr-So 11:00-20:30 Uhr geöffnet).

Restaurant-Tipp

In einer ehemaligen Kirche ist das "Bazar" zu finden, ein Café mit Bar und Restaurant im nahöstlichen Stil. Allein die Kulisse ist es schon wert, sich hierher zu verirren. Dazu schmeckt das Essen noch lecker, was will man mehr?! (Mo-Do, So 11:00-24:00 Uhr, Fr + Sa 11:00-01:00 Uhr geöffnet)