Reisebüro Hüller

Reiseberichte

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Hurtigruten / Bergen – Trondheim

Unsere Anreise mit KLM ab München über Amsterdam nach Bergen. Der Flughafen von Amsterdam ist sehr kurzweilig mit einladenden Cafes und Shops. Er ist gut ausgeschildert, allerdings sind die Wege u.U. weit. Bitte berücksichtigen Sie, dass bei einem Umsteigeflug genügend Zeit einkalkuliert wird.
Bergen empfing uns mit Regen und unsere Reiseleitung, die schon auf uns wartete,kam gut gelaunt in Gummistiefeln und Regenmantel. Zuerst ging unsere Tour zum Haus von Edward Grieg (1843-1907), dem bekanntesten Komponisten Norwegens.Das Haus liegt in Troldhaugen, direkt am Wasser, und ist zur Besichtigung freigegeben. Die Zimmer sind noch im Originalzustand und wir erfahren einiges über das Leben des Komponisten unterrichtet. Unser anschließender Weg führt uns durch den Garten ans Meer zu Griegs Lieblingsplatz. Dort in einen Felsen gehauen ist sein Grab in dem er seine Ruhe fand.

Auf dem Weg durch den Garten kommen wir noch an seinem privaten Konzerthaus vorbei bevor wir unsere Weiterfahrt Richtung Zentrum fortsetzen.

In Bergen angekommen machen wir erst eine kleine Stadtrundfahrt, bevor wir vor der Floien-Bahn Halt machen. Diese beschauliche Zahnradbahn bringt uns gemächlich den Berg hinauf und oben angekommen, haben wir ein tolles Panorama über Bergen und den Hafen.

Da es immer noch regnet, führt unser Weg direkt in das Folkerestaurant, wo wir uns vor dem offenen Kamin erst mal aufwärmen.

Nach einem stärkenden Essen ging es wieder Richtung Tal. Unser Bus brachte uns weiter an den Hafen in den ältesten Stadtteil Bryggen.

In den vielen farbigen Holzhäusern sind heute kleine Läden.Früher wurde die Ladung der Schiffe in diesen Häusern gelöscht. Unsere Reiseleitung erzählte uns, unter welchen Umständen die Menschen hier gearbeitet und gelebt haben.

Nach unserer Rundfahrt ging es dann zum Schiff. Die MS Nordkapp lag nur eine Bucht weiter und erwartete uns schon. Das Einchecken ging schnell und problemlos. An der Rezeption auf Deck 3 hinterlegt man eine Kreditkarte für alle Ausgaben auf dem Schiff. An Bord wird alles unbar gezahlt und man erhält beim Auschecken die Abrechnung. Nachdem wir unsere Kabinen bezogen haben, trafen wir uns zum Abendessen im Restaurant.

Das Buffet am ersten Abend war sehr schmackhaft und bestand neben viel Fisch aus nationalen und internationalen Gerichten. Bei den Hurtigruten wird immer zwischen Buffet und Service am Platz abgewechselt. Am ersten Abend in Bergen gibt es Buffet. An den folgenden Tagen wir am Platz serviert. Was bei größerem Wellengang durchaus von Vorteil ist. Nach dem Abendessen legt das Schiff ab und wir sind alle an Deck gegangen um uns vom nächtlich beleuchteten Bergen zu verabschieden.

Nach einer stürmischen Nacht trafen wir uns zum Frühstück im Restaurant.

Wem es etwas flau im Magen war, wurde von der Rezeption mit Ingwerbonbons versorgt, die sehr gut wirkten. Nach dem Frühstück erkundeten wir das Schiff. Wir starteten auf Deck 2 wo neben den Personalkabinen und der Krankenstation auch eine Arrestzelle liegt.

Weiter ging es über Deck 3 mit Wäscherei und der Rezeption. Von diesem Deck aus geht auch die Gangway für die Ausflüge nach draußen (backbord/links). Auf Deck 4 befindet sich u.a. ein Café, eine Bibliothek, ein Spielzimmer, eine Bar, in der abends Lifemusik spielt, und das Restaurant.

Über Deck 5, wo wir die erste Möglichkeit haben außen an der Reling entlang zu laufen, kommen wir auf Deck 6 und besuchen dort auf der Brücke unseren Kapitän.

Er versorgt uns mit allen technischen Daten und zeigt uns auf dem Radar, wo wir uns befinden. Von ihm erfahren wir auch, dass letzte Nacht Windstärke 8 herrschte. Allerdings schaukelt es durch die Nähe zum Land bei den Hurtigruten Schiffen immer nur dann, wenn sie bei schlechtem Wetter aufs offene Meer hinaus fahren. Das passiert von Bergen nach Trondheim nur 2 x. Beeindruckt geht unser Weg weiter vorbei an den Whirlpools hinauf auf Deck 7. Dort erwartet uns der Panorama-Salon in dem man bei einem Getränk oder einem guten Buch die norwegische Landschaft an sich vorbeiziehen lassen kann.

Nachdem wir mit der Besichtigung fertig sind, legt das Schiff auch schon in Torvik, ein kleiner Weiler im Nordfjord, an. Ein paar Leute stehen am Kai, um die Ladung abzuholen. Nach einem kurzen Stopp geht es weiter nach Alesund.

Dort angekommen sehen wir auch schon das kleinste Hotel der Welt mit nur einem Zimmer, das direkt am Hafen steht. Das „Sakte Fahrt" in Gestalt eines Leuchtturms befindet sich unmittelbar am Schiffsanleger und wird von Flitterwöchnern gerne gebucht. Unser Reiseleiter, der im Hafen bereits auf uns wartet, begrüßt uns herzlich.

Zuerst ging unsere Fahrt ins nahe gelegene Atlanterhavsparken, eines der größten Salzwasser-Aquarien Nordeuropas. Das Aquarium beherbergt viele lokale Meerestiere wie z.B. den Dorsch, den Seelachs und den Heilbutt. Bei der Unterwassershow sehen wir erstaunt,wie groß die Fische hier sind und ein Taucher füttert sie von Hand. Wir werden informiert, dass das gar nicht so ungefährlich ist, da z.B. der Steinbeisser-Fisch eine sehr große Beißkraft hat. Anschließend fährt uns der Bus auf den Aksla, den Hausberg Alesunds.

Von dort haben wir eine atemberaubende Sicht auf die Stadt, den Fjord und die umliegenden Berge.

Alesund wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erstmalig als Niederlassung Bergener Kaufleute erwähnt. Die Stadt wuchs sehr schnell und wurde so zu einem der größten Fischereihäfen Norwegens. Bei einem Brand im Jahre 1904 wurde fast die komplette Innenstadt zerstört.

Da nahezu alle Häuser in Holzbauweise errichtet wurden und der Brand 16 Stunden dauerte, beschloss man, nur noch Häuser aus Stein zu bauen. Durch schnelle Hilfe von Kaiser Wilhelm II konnte die Innenstadt bald im Jugendstil errichtet werden. Nach der Besichtigung einer Kirche ging es für uns auch schon wieder zurück zum Schiffsanleger.

Wir machten es uns in der Panoramalounge bequem und genossen die norwegische Landschaft bei einem Gläschen Tee, bis unser nächster Halt, das Städtchen Molde, in Sicht kam. Wer wollte konnte an Land gehen und durch die Einkaufspassagen schlendern, oder sich bei einem Spaziergang die Beine vertreten.

Bei den kurzen Landgängen ist es wichtig die Zeit nicht zu vergessen, da das Schiff nicht wartet. Die Hurtigruten haben einen festen Zeitplan. Durch die zusätzliche Beförderung von diversen Gütern, Post und Autos können sie sich eine Verspätung nicht leisten. Also, wer zu spät kommt hat Pech gehabt.

Nach unserem weiteren Landgang wartete das Abendessen auf uns. Es wurde dieses Mal am Tisch serviert. Das 3-Gänge-Essen war einfach aber sehr schmackhaft. Da es jetzt aufs offene Meer ging, schaukelte es wieder. Wir bewunderten die Geschicklichkeit der Kellner, die beim Servieren nichts verschütteten.

Im Anschluß gingen wir noch in die Bar und ließen den Tag bei einem Cocktail Revue passieren. Gegen 23:00 Uhr legten wir in Kristiansand an. Wir machten noch einen kurzen Spaziergang bevor wir uns schlafen legten.

Am nächsten Morgen erwachten wir bei Sonnenschein bereits in Trondheim. Nach dem Frühstück verlassen wir das Schiff und brechen zur Stadtrundfahrt auf.

Unser Weg führte uns durch die quirlige Stadt bis hinauf zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir die ganze Stadt überblicken konnten.

Trondheim wurde schon 997 vom Wikinger König Olav Tryggvason gegründet und hat sich trotz seiner heutigen Größe den Charme einer kleinen Gemeinde behalten. Als bekanntestes Bauwerk Trondheims ist der mittelalterliche Nidaros-Dom zu nennen. Die schönste Kirche Norwegens lernen wir bei einer ausführlichen Besichtigung kennen.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Halt um die Speicherhäuser am Nidelv zu fotografieren, bevor wir der farbenfrohen Stadt den Rücken kehren und uns auf den Weg zum Flughafen machen. Die KLM bringt uns wieder wohlbehalten über Amsterdam zurück nach München.