Reisebüro Hüller

Reiseberichte

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Madeira und Porto Santo

Nach guten 3 ½ Stunden taucht sie inmitten des Atlantischen Ozeans auf, die Blumeninsel Madeira!
Als erstes erblickt man die Ostseite der Insel, die mit ihren kargen Felsen ins Meer hinausragt
und so gar nicht zum Beinamen passen will. Der Landeanflug klappt reibungslos, obwohl die Insel für seine
schwierigen Windverhältnisse bekannt ist. Nach knapp 4 Stunden sind wir da, Madeira wir kommen!

Unser Weg führt uns als erstes nach Calheta. Ein kleines Örtchen an der Südwestküste, das über einen Kiesstrand
und sogar über einen Sandstrand (importiert aus Marokko) verfügt. Das Baden hier ist problemlos möglich und
der Atlantik ist im Juni mit ca. 22 Grad Wassertemperatur sehr erfrischend.
Die Straße führt uns meist entlang der steil abfallenden Küste mit ihrem spektakulären Blick aufs Meer.
Die bunten, gepflegten Häuser der Madeirienser schmiegen sich an die Hänge und verfügen fast alle über einen
eigenen Garten – 80 % der Einwohner versorgen sich mit Obst und Gemüse selbst.
Das Landschaftsbild ist geprägt von viel Grün und es ist immer wieder die Agapanthus, die afrikanische Liebesblume, mit ihren lilafarbenen Dolden zu sehen.

Den Abend lassen wir in einem typischen Lokal bei Espada mit Banane und Wein ausklingen. Der schwarze Raubfisch ist eine Spezialität, die man nur auf Madeira bekommt, und auf keinen Fall bei Ihrem Besuch fehlen darf!

Am nächsten Tag fahren wir in die Hauptstadt Funchal, um an der Lido-Zone entlang zu schlendern.
Wir beginnen direkt am Kiesstrand der Bucht Praia Formosa, die einen spektakulären Blick auf das Cabo Girão bietet. Mit einer Höhe von knapp 590 Metern ist eine der höchsten Steilküsten der EU.
Der Weg führt uns zuerst durch einen Tunnel in den Felsen, der die Bucht mit dem ausgebauten Teil der Promenade verbindet. Diese Passage ist im Winter wegen Überflutung gesperrt.
An der Strecke findet man 3 Meerwasserschwimmbäder, zahlreiche Restaurants, Bars und Hotels, die diesen Abschnitt mit dem Zentrum der Hauptstadt verbinden. Als Rastmöglichkeiten stehen viele Bänke und Trinkbrunnen bereit, die zum Verweilen einladen. In den Sommermonaten ist es auch durchaus möglich, an einigen Stellen über Treppen ins Meer zu gelangen.

Der nächste Tag führt uns über Ribeira Brava in den Osten der Insel und hinein ins Gebirge. Durch kurvige und steile Passagen führt unser Weg vorbei an kleinen Ortschaften durch dichtes Grün und Lorbeerwälder.
Da Madeira auch die Wanderinsel genannt wird, gibt es zahlreiche Wege entlang der Levadas, ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, das alle Gärten und Äcker der Insel versorgt und diese wie ein dichtes Netz umspannt.
Die Schwierigkeitsgrade der Touren richten sich nach der Gangbarkeit dieser Wasserwege und setzt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus.
Der Straßenverlauf führt uns weiter in den Norden der Insel, vorbei an Saõ Vicente nach Ponta Delgada. Die Küste ist hier sehr steil abfallend und lässt uns schon etwas unruhig auf unseren Sitzen hin- und herrutschen. Der Ausblick an den diversen Aussichtspunkten ist dafür nicht zu überbieten.
In der Nähe von Santana besuchen wir noch die Quinta do Furão. Ein kleines Hotel mit einem grandiosen Blick über die Küste, einem eigenen Weinkeller und einer sehr guten Küche. Ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen.
Weiter geht es nach Manchico. Dort befindet sich der ideale Aussichtspunkt, um das Starten und Landen der Flugzeuge zu
beobachten.

Zum Abendessen geht es heute ins Hauptweinanbaugebiet von Madeira. Bei Espetada – einem Rindfleischspieß, Bolo do Caco (Fladenbrot) und Wein lassen wir es uns auf der Quinta do Estreito***** gut gehen.
Nach dem Abendessen führt unser Weg noch direkt in den Hafen von Funchal, da im Juni hier jeden Samstag ein spektakuläres Feuerwerk mit Musikuntermalung abgefeuert wird.
Im Anschluss gehen die Feierlichkeiten weiter. In Calheta findet ein Festival zu Ehren des Heiligen Johannes statt, bei dem mit einem großen Umzug, einer spektakulären Party am Strand, bekannten DJ`s und einem weiteren Feuerwerk ausgelassen gefeiert wird.

Nach einer kurzen Nacht geht es am nächsten Morgen auf die Insel Porto Santo. Die Fähre legt jeden Tag gegen 08:00 Uhr
vom Hafen in Funchal ab und braucht 2 ½ Stunden zur Überfahrt.
Die Insel erwartet uns mit einem tollen weißen Sandstrand, der sich über 7 km an der Küste entlang zieht.
Ein idealer Tipp für alle, die Ruhe suchen und Urlaub an einem wenig besuchten Traumstrand machen möchten.
Abends bringt uns die Fähre gegen 20:00 Uhr wieder zurück nach Madeira, wo uns Funchal mit seinem Lichtermeer schon erwartet.

Der nächste Tag gehört Funchal. Zuerst führt unser Weg durch die schmalen Straßen und Gassen der Altstadt, in denen wir viele typische Lokale und Restaurants finden. Danach geht es zum Hafen, der von einer schönen Promenade eingefasst ist. Von dort aus besteht auch die Möglichkeit, mit der Seilbahn nach Monte zu fahren. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten und ist auch der Ausgangsort für die bekannten Korbschlitten, mit denen man einen Teil der Straßen hinunterfahren kann.
Von der Wallfahrtskirche Kirche Nossa Senhora do Monte, die auch den Sarg des österreichischen Kaisers Karl I beherbergt, hat man einen tollen Blick über Funchal.
Unser Weg führt uns weiter über die Kathedrale Sé, deren Innenraum mit goldüberzogenen Schnitzarbeiten reich verziert ist. Neben dem Zentrum mit seinen Flaniermeilen und Geschäften sind auch noch die vielen Parkanlagen in und um Funchal sehenswert. Sie dienen nicht nur zur Erhaltung vieler verschiedener Baum- und Pflanzenarten, sondern sind ideale Erholungsoasen.
Den Abend beschließen wir in der Altstadt in einer Poncha-Bar. Der süß-säuerliche Cocktail besteht aus Aguardente, Zitronensaft, Orangensaft und Honig und ist DAS Getränk auf Madeira.

Fazit: Madeira hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Nicht nur für Wanderer und Naturliebhaber, die Dank dem milden Klima das ganze Jahr auf ihre Kosten kommen, sondern auch für Partygänger, die speziell in den Sommermonaten ein breites Angebot an Festlichkeiten erwartet. Zum Baden bietet Porto Santo einen Traumstrand und für Sportbegeisterte aller Art wartet Madeira mit einem umfangreichen Angebot auf, das in den letzten Jahren stark ausgebaut worden ist.

Wir waren begeistert von dem, was diese Insel alles zu bieten hat, und vielleicht sagen auch Sie jetzt: Madeira ich komme!