Reisebüro Hüller

Reiseberichte

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Ein Streifzug durch Nürnberg

Anreise

Nach Nürnberg gelangen Sie am besten mit dem Zug. Vom Chiemgau aus dauert die Fahrt ca. 2,5 Stunden mit dem ICE oder ca. 4 Stunden mit Regionalzügen.

Mit dem Auto ist man in gut 3 Stunden in der Franken-Metropole.

Hoteltipp

Vom Hauptbahnhof fährt die U-Bahn 13 Minuten bis zum Arvena Park Hotel. Die Treppe der Station führt direkt auf den Parkplatz des Hotels. Das Haus liegt zwar etwas außerhalb der Stadt, ist aber für ca. 40 Euro pro Person/Nacht inkl. Frühstück ein relativ günstiges 4-Sterne-Hotel.

Tipp: Sehr gut geeignet für Messebesucher. Nur 5 Minuten mit der U-Bahn zur Station Nürnberg Messe.

Stadtspaziergang

Um sich einen Eindruck der geschichtsträchtigen Stadt zu verschaffen, machen Sie am besten einen Spaziergang vom Hauptbahnhof zur Kaiserburg. Dabei durchquert man die gesamte Innen- bzw. Altstadt.

Zuerst kommen Sie direkt in den Handwerkerhof, ein kleines gemütliches Viertel, in dem es winzige Geschäfte und Lokale im mittelalterlichen Stil gibt.

Von dort aus kommt man gleich auf die Königstraße, die sich mit ihren vielen Geschäften bis zum großen Hauptmarkt hinzieht. Dort kann man einen ausgiebigen Stadtbummel unternehmen und gleichzeitig das historische Ambiente genießen.

Auf dem Weg zur Kaiserburg geht es am großen Hauptmarkt vorbei, auf dem es wochentags frische Lebensmittel zu kaufen gibt. Außer es findet einer der besonderen Märkte statt, wie zum Beispiel der Trempelmarkt, der größte Flohmarkt Deutschlands, oder der Christkindlesmarkt, der jedes Jahr am Freitag vor dem 01. Advent öffnet und erst wieder am 24. Dezember Mittags schließt.

An der Ostseite des Marktplatzes steht die Frauenkirche. Täglich um 12 Uhr können Sie dort den Männleinlauf sehen. Während die Kirchturmglocken läuten, umkreisen sieben Kurfürsten ihren Kaiser Karl IV, der vor ihnen thront. Diese Szene nimmt Bezug auf ein Reichsgesetz, das festschrieb, dass sieben Kurfürsten den neuen Kaiser wählen sollten und dieser der Verpflichtung unterlag, seinen ersten Reichstag immer in Nürnberg abzuhalten.

Auf dem Weg weiter zur Burg kommen Sie noch am Schönen Brunnen vorbei. In dem Gitter, das das Kunstwerk umrundet, ist ein blanker Messingring eingearbeitet. Wenn man diesen dreht, ist angeblich die Erfüllung eines geheimen Wunsches garantiert. Probieren Sie es aus...

Dann endlich geht es vorbei am Rathaus den steilen Burgberg hinauf zur kaiserlichen Pfalz. Diese ist eine der bedeutendsten des Mittelalters. Sie wurde bei den Bombenangriffen des zweiten Weltkrieges zwar schwer zerstört, konnte aber mit viel Liebe zum Detail rekonstruiert werden.

Sie können das Kaiserburgmuseum besichtigen, in dem Waffen, Rüstungen und weitere Exponate zur Burg- und Wehrgeschichte ausgestellt sind.

Tipps

Neben diesen Attraktionen, die man bei einem Bummel durch die Altstadt bestaunen kann, gibt es in Nürnberg noch etliche weitere, die im Folgenden beschrieben werden:

Es lohnt sich ein Besuch im DB Museum, dem ältesten Eisenbahnmuseum Deutschlands. Dort erleben Sie die Entwicklung der Eisenbahn von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wussten Sie schon, dass die erste Eisenbahn Deutschlands 1835 von Nürnberg nach Fürth fuhr?

Etwas außerhalb liegt das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Das Museum ist in einem Teil der hufeisenförmigen Kongresshalle untergebracht, die als Kulisse für die Parteitage der NSDAP geplant war. Die Tribünen sollten einmal bis zu 60.000 Menschen fassen, wurden aber nie fertig gestellt. Ideologie, Mythos und Größenwahn des NS-Regimes werden hier mit Hilfe von Fotos, schriftlichen Dokumenten und Filmmaterial eindrucksvoll präsentiert.

In den Lochgefängnissen unter dem Rathaus wird veranschaulicht, welche Foltermethoden im Mittelalter angewendet wurden. Ab dem 15. Jahrhundert wurden Folterinstrumente als legitimes Mittel zur „Wahrheitsfindung" eingesetzt. Diese kann man im schummrigen Licht des Kellers bestaunen und bekommt einen Eindruck der menschenverachtenden Lebensumstände an diesem Ort. Erst 1813 wurde die Folter komplett abgeschafft.

Besuchen Sie auch das Spielzeugmuseum. Dort sind Spielwaren aller Art von der Antike bis zur Gegenwart ausgestellt. Man erhält einen Eindruck, wie auch die Technik in den vergangenen Jahren immer mehr Einzug in die Kinderzimmer gehalten hat.

Nicht nur wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, lohnt sich ein Besuch im Nürnberger Tiergarten. Neben zahlreichen Wildtieren aus allen Erdteilen gibt es dort das einzige Delfinarium Süddeutschlands.

Essen und Trinken

Die fränkische Küche ist bekannt für deftige, traditionelle Speisen. Das Aushängeschild hierfür ist die Rostbratwurst. Eine echte Nürnberger Rostbratwurst ist es aber nur, wenn sie nicht länger als neun Zentimeter ist und 25 Gramm wiegt.

Außerdem ist das „Schäufele", das kross gebratene Schulterstück vom Schwein, eine kalorienreiche und herzhafte Spezialität.

Weitere „Stars" der fränkischen Küche sind Kartoffeln, Spargel und natürlich Lebkuchen.

Unter den Getränken sind die Frankenweine eine herausragende Besonderheit, die dem Vergleich mit der internationalen Konkurrenz problemlos standhält.